Impressum  Kontakt Schweiz - Budapest 6. April 2013 - 5. Mai 2013  Der Abschied in Schwyz war sehr emotional, rührend und traurig zugleich. Sehr gefreut haben wir uns über die vielen kleinen Geschenke, Glücksbringer, guten Wünsche und die Begleitung an den ersten beiden Tagen. Eine tolle Überraschung war Sébi Durrer aus Cham, der spontan mit uns mitgefahren ist. Er war vor einem Jahr zu einem ähnlichen Vorhaben aufgebrochen. Nachdem sich unser Start, infolge Erkältung, etwas hinausgezögert hat, sind wir nun endlich und wirklich unterwegs. Es war sehr toll nochmals das traute Heim in Schlossrued zu geniessen und die Familie um uns zu haben. Aber nach zwei Tagen Verlängerung wurde das Ziehen in die Welt hinaus immer stärker. Nun sind wir schon über 600 km gefahren und gewöhnen uns im Reisealltag ein. Sozusagen in unserem vorgezogenen Ruhestand einfach ohne Rente. Wie es ein Donauradler ausdrückte, dem wir von unserem Vorhaben berichteten. Mehrheitlich sind die Menschen sehr erstaunt über unser Gepäck und darüber, dass wir kein konkretes Endziel haben. Einige finden es unglaublich oder sogar komplett verrückt. Ja, vielleicht sind wir verrückt, wer weiss? Aber auf jeden Fall bereitet das unterwegs Sein viel Spass und Aufregung. Finden wir einen geeigneten Schlafplatz heute Abend? Und bis wieder jedes Ding an seinem Ort verstaut ist. Das dauert manchmal. Obwohl auch nicht immer jedes Ding an seinem Ort ist: 30 km nach Ulm bemerkte Andy in unserer Mittagspause, dass er sein Veloschloss vermisst. Und mit seiner Frage, wurde mir bewusst, dass das dumpfes „Zack“ im Zimmer in Ulm, das ich halb wahrgenommen hatte, bestimmt zu dem Fahrradschloss gehört haben muss. Es blieb ungesehen hinter dem Bett liegen, als wir auscheckten. Hmm, 30 km hin- und wieder zurückfahren ist zu weit. Dank der heutigen Technik erreichten wir Natascha, die Hostelmanagerin, sofort per Handy. Und, welch wundersame Fügung, hatte sie gerade Besuch von einer Freundin, die am nächsten Tag nach Regensburg fahren wird. Genau da wo wir auch hin wollen :D Wir können nun das vermisste Schloss im Café Lila abholen und dazu noch leckere Kuchen mampfen und Kaffee trinken. Das Brickstone Hostel in Ulm war sowieso eine wahre Wohlfühloase für uns. Nach einem leicht frustigen Start in Ulm (Camping erwartet, lange gesucht aber keinen gefunden), bekam das Städtchen eine zweite Chance und wir sind gleich zwei Tage geblieben. Nach Ulm wird wieder flacher und wir fahren durch viele kleine Dörfer. Als Sozialpädagogen haben wir uns besonders über Sonderheim und Blindheim amüsiert und schon gewitzelt, wo denn das Altenheim bleibt… Und siehe da ca. 10 Kilometer weiter kommt das Ortsschild von „Altisheim“! Nach diesem fulminanten Frühlingsaufbäumen haben wir heute wieder kalt und regnerisches Wetter. Aber so finden wir Zeit, Kontakte zu pflegen und die Website zu aktualisieren. < Übersicht